Als der sogenannte arabische Frühling Anfang 2011 ausbrach, jubelten viele deutsche Journalisten, Politiker und Politikberater. Leitartikel wie „Libyen ist reif für die Demokratie“ kamen in Mode; triumphierend wurde behauptet, Israel verliere in Kürze seinen Titel, als einzige Demokratie im Nahen und Mittleren Osten gelten zu dürfen. Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, sah das baldige Ende von Syriens Präsident Assad voraus und attestierte dem vom Westen herbeigebombten libyschen Übergangsrat „gute Chancen“, das Land in eine gedeihliche Zukunft zu führen.

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