In manchen Familien, an manchen Orten herrscht schon pure Verzweiflung. Seit drei Wochen streiken Zehntausende Erzieherinnen und Erzieher für mehr Gehalt und eine bessere Anerkennung ihrer Arbeit. Die Fragen, ob man seine Kinder einigermaßen verantwortlich unterbringen kann, wie man seinem Zweijährigen verständlich macht, dass sich gerade jeden Tag jemand anderes um ihn kümmert, wie man dem Vorgesetzten, der Kollegin beibringt, dass man schon wieder später kommt und früher gehen muss oder gar nicht arbeiten kann – das sind Herausforderungen die weit existenzieller sind als jene, den blockierten Zugverkehr irgendwie zu überlisten. Und doch herrschte über den Streik der Lokführer eine viel größere gesellschaftliche, politische und mediale Aufregung als über jenen der Erzieher. Woran liegt das?

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