Schließlich ist es doch gelungen: Der UN-Sicherheitsrat einigt sich auf eine Resolution zu Syrien. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon spricht von einem historischen Moment, und sogleich folgt der nächste Schritt: Samstag traf er sich mit dem Vorsitzenden der syrischen Nationalkoalition und verabredet mit ihm eine Friedenskonferenz. Genf II soll Mitte November stattfinden, und die Nationalkoalition hat sich zur Teilnahme bereiterklärt. So viel Bewegung hat es an der syrischen Front schon lange nicht gegeben.

Allerdings muss man ein Optimist sein, um zu hoffen, dass Resolution und Friedensgespräche den Konflikt in Syrien in der näheren Zukunft beenden. Syrien wird verpflichtet, seine Chemiewaffen zu vernichten und dies von Beobachtern überwachen zu lassen. Schön! Das wird die Regierung Baschar al-Assads aber nicht daran hindern, weiter mit konventionellen Waffen gegen die Aufständischen vorzugehen.

Immerhin reicht die Resolution, um die Oppositionskoalition an den Verhandlungstisch zu bringen. Doch welches Mandat hat Ahmed al-Dscharba überhaupt noch? Haben ihm doch gerade erst vergangene Woche 13 Rebellenorganisationen und Oppositionsgruppen, die in Syrien aktiv sind, das Vertrauen entzogen. Vor einem halben Jahr noch hätte eine solche Friedenskonferenz vielleicht tatsächlich etwas bewirken können. Doch jetzt? Man muss – wie gesagt – sehr optimistisch veranlagt sein, um darauf zu hoffen.