Eine gemeinsame Erklärung, immerhin. Man sollte meinen, das vierte Treffen der Außenminister Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands in Berlin sei nicht völlig ohne Ergebnis geblieben. Doch, wer sich am Tag danach über das Papier beugt, um den wahrnehmbaren Fortschritt darin zu entdecken, von dem der deutsche Außenminister sprach, wird ihn nicht finden. Die gemeinsame Erklärung enthält genau genommen nicht einmal einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Ja, gerade die Kontaktlinie, von der nun alle schweren Waffen abgezogen werden sollen, ist der Graben über den eine Verständigung der Kontrahenten offenbar nicht mehr möglich ist. Entlang dieser Linie wird um jeden Meter Boden gekämpft, so lange, bis auch die Trümmer pulverisiert sind. So wie beim Donezker Flughafen.

Die gemeinsame Erklärung von Berlin fordert alle Akteure auf, zu der in Minsk vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren und die Feindseligkeiten einzustellen. Genau das aber geschieht nicht. Ein Grund dafür mag sein, dass sich die gemeinsamen Absichtserklärungen bislang darum drücken, tatsächlich alle Akteure beim Namen zu nennen. Für die Umsetzung des Minsker Abkommens aber ist es von entscheidender Bedeutung, ob Russland als Vermittler oder als Kriegspartei an den Gesprächen über einen Waffenstillstand teilnimmt. Beides geht nicht.