Wer nicht wie ein Eremit leben will und deshalb über ein Bankkonto, einen Mobilfunkvertrag und eine Internet-Verbindung verfügt, ist dem Missbrauch seiner persönlichen Daten praktisch schutzlos ausgeliefert.

Die zwei Millionen betroffenen Vodafone-Kunden haben sich nichts zuschulden kommen lassen. Sie hatten einfach nur Pech, dass es sie erwischt hat. Jetzt müssen sie damit rechnen, dass in nächster Zeit ungerechtfertigte Abbuchungen von ihren Konten erfolgen. Wer es dann versäumt, seiner Bank einen solchen Schaden zu melden, muss unter Umständen am Ende selbst dafür aufkommen.

Wo aber die Kunden machtlos sind, da sind die Anbieter gefordert, besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Einiges spricht dafür, dass Vodafone hierfür zumindest nicht in vollem Umfang Sorge getragen hat. Wie kann es passieren, dass ein einziger Täter, der möglicherweise sogar ein Mitarbeiter von Vodafone war, sich so leicht Zugang zu Millionen Kundenkonten verschaffen kann? Hier muss der Konzern dringend Abhilfe schaffen. Keinem Mitarbeiter darf so viel Verantwortung übertragen werden.

Die Telekommunikationskonzerne wenden enorm viel Geld für Marketing-Aktionen und das Anwerben neuer Kunden auf. Das ist in dem harten Wettbewerb auch legitim. Dieses Geld darf aber bei der Sicherheit nicht eingespart werden.