Am Nikolaustag vor 25 Jahren starb in einer ostdeutschen Provinzstadt ein junger Angolaner an den Folgen furchtbarer Misshandlungen durch Schläge und Tritte. Eine Horde Nazis hatte ihn durch die Dunkelheit gejagt und war dann über ihn hergefallen. Danach lag er tagelang im Koma. Er wachte nie wieder auf. Sein Name war Amadeu Antonio. Auf seine Hilfeschreie reagierte niemand, nicht einmal die Polizei, die dem Mob zusah.

Der Name dieser Stadt wurde zum Synonym für den braunen Osten: Eberswalde. Und Amadeu Antonio war das erste bekannte Todesopfer des Naziterrors nach der Vereinigung. Seither sind fast 200 Menschen rassistischer und rechtsextremer Gewalt zum Opfer gefallen.

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