Nun also das: Der Landkreis Dahme-Spreewald, zuständig für die Bauaufsicht am Hauptstadtflughafen BER, hat die Notbremse gezogen. Am Montag wurden die Bauarbeiten gestoppt. Einsturzgefahr.

Wir haben es hier mit einer Art Flughafenphantom zu tun. Ein Gebäude, das nur Flughafen heißt, und womöglich nie einer werden wird. Seit im Jahr 2012, wenige Wochen vor der Einweihung, die Eröffnung verschoben wurde, entwickelt sich die Baustelle wöchentlich in Richtung Bauruine. Jetzt ist die Entrauchungsanlage nicht nur nicht funktionsfähig. Sie ist auch zu schwer für das Dach, auf dem sie montiert wurde.

Besser jetzt als in zehn Jahren

Diese Baustelle ist unrettbar verloren. Deshalb hilft nur: dicht machen, einmotten – und wo anders neu bauen. Es wäre nicht die erste verpfuschte Baustelle, die der Natur zurückgegeben würde. Besser jetzt jedenfalls als in zehn Jahren, wenn die Kosten dann schließlich auf zweistellige Milliardenbeträge angewachsen sind. Der verpfuschte Bau wird täglich teurer. Von ursprünglich geplanten 1,7 Milliarden sind wir weit entfernt. Derzeit wird mit 5,4 Milliarden gerechnet. Und das wird nicht die letzte Summe sein.

Nur Mut, möchte man dem Regierenden Bürgermeister und Brandenburgs Ministerpräsidenten zurufen. Nur Mut! Das Geld ist verloren, also lassen wir den Pfusch links liegen. Wir suchen einen anderen Standort und bauen neu. Dann mit einem Profi – und zum Festpreis.