Schon abends stehen die Geflüchteten vor dem verschlossenen Tor. Alte, Kranke, Familien mit Kindern. Hunderte harren in der Kälte aus. Menschen kollabieren, am Ende ihrer Kräfte. Sie sind nicht das erste Mal am Lageso, einige kommen seit Wochen. Sie warten, dass sie auf das Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales im Berliner Stadtteil Moabit gelassen werden. Um vier Uhr gehen die Türen auf, die Asylsuchenden rennen zur nächsten Absperrung. Hier ist schon wieder Schluss, geöffnet wird erst fünf Stunden später. Viele warten vergeblich, sie werden im Lauf des Tages unverrichteter Dinge wieder weggeschickt.

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