Was haben die Republikaner in den USA auf diesen Augenblick gewartet: Die Amtszeit von Präsident Barack Obama neigt sich dem Ende zu – und sie können darauf hoffen, nach dem Repräsentantenhaus und dem Senat auch das Weiße Haus wieder zu erobern. Eine schöne Aussicht nach zwei herben Wahlschlappen republikanischer Kandidaten gegen den ihnen verhassten Obama. Jenen Präsidenten, der für all das steht, was den Konservativen in Amerika zuwider ist: eine bahnbrechende Reform des Gesundheitswesens, die nicht weniger ist als die größte Sozialreform der letzten 50 Jahre; ein großzügiges Einwanderungsrecht, Waffenkontrolle und die Ehe für alle, Klimaschutz, militärische Zurückhaltung und diplomatische Lösungen mit den Erzfeinden Kuba und Iran.

Nun also könnten die Republikaner diesem Schrecken ein Ende machen. Und dann das! Statt eines Vorwahlkampfes, in denen die Kandidaten mit ihren Konzepten um Wählerstimmen werben und natürlich mit ihren tollen Biographien, in denen sie es aus kleinen Verhältnissen kommend schon weit gebracht haben, weshalb sie Amerika etwas zurückgeben wollen – dieser Topos darf in fast keiner Wahlwerbung fehlen –, statt also eines ordentlichen Schlagabtauschs politischer Konkurrenten, ist der Vorwahlkampf schon wieder zu einer Clownsshow verkommen.

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