Der Friedensnobelpreisträger Barack Obama lässt – unter Missachtung des Völkerrechts – Ziele in Syrien bombardieren. Ein Skandal!? Mag sein. Der weit größere Skandal jedenfalls ist, dass an einem Wochenende 130.000 Menschen vor dem mörderischen „Islamischen Staat“ (IS) über die Grenze in die Türkei fliehen mussten, dass eine dschihadistische Soldateska Hunderte Frauen vergewaltigte, die religiösen Minderheiten der Christen und der Jesiden aus ihren Orten vertrieb, Tausende Zivilisten und Soldaten per Genickschuss ermordete, Geiseln die Kehle aufschlitzte.

Im Irak hat Obama auf Bitten der legitimen Regierung des Landes Stellungen des IS bombardiert. Doch niemand hat ihn autorisiert, die Dschihadisten in Syrien anzugreifen. Russland gewiss und vermutlich auch China hätten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein Veto eingelegt. Und trotzdem ist man nun weithin erleichtert, dass sich der US-Präsident über das Völkerrecht hinwegsetzt, das in diesem Fall so offensichtlich versagt.

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