Zum Schrifttum der zusammengesparten Berliner Verwaltungen gehören neben Vermerken und Bescheiden seit Langem die Überlastungsanzeige und der Brandbrief. Damit machten beispielsweise Jugendämter darauf aufmerksam, dass sie den Schutz kleiner Kinder vor gewalttätigen Eltern nicht mehr gewährleisten können. Bürgerämter machen einfach dicht, gleichzeitig wird vom Bürger verlangt, dass er einen gültigen Personalausweis besitzt. Ein Novum in dieser Reihe ist eine Art schriftliche Kapitulationserklärung, die die Ausländerbehörde ihren sogenannten Kunden in die Hand drückt. Darauf steht, dass man dem Betreffenden wegen Überlastung leider keinen Aufenthaltstitel habe ausstellen können, obwohl dieser bei Polizeikontrollen höchst relevant ist. Intern räumt die Behördenleitung zudem ein, dass man „gegen den eindeutigen Gesetzeswortlaut“ Aufenthaltstitel verlängert und andere klar rechtswidrige „Verschlankungen“ vorgenommen habe.

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