Die Diskussion über die Förderung der erneuerbaren Energien ist eröffnet. Ganz dringend muss sich nach der Bundestagswahl etwas tun. Die Monopolkommission schlägt einen Systemwechsel vor. Weg von einer festen Einspeisevergütung hin zu einem Quotenmodell. Einspeisevergütung bedeutet, dass Betreibern von Anlagen über 20 Jahre ein fixer Preis für ihren Strom garantiert wird. Quotenmodell bedeutet im Prinzip, Netzbetreibern eine bestimmte Öko-Quote am Strommix vorzuschreiben. Und die Windmüller und Sonnenstromer konkurrieren darum, ihre Elektrizität bei den Netzbetreibern loszuwerden. Die Billigen haben die besten Chancen.

Das kann gut gehen, birgt aber Risiken. In Großbritannien ist das Quotenmodell gescheitert, weil Netzbetreiber die vorgegebenen Quoten ganz bewusst verfehlten und Strafzahlungen akzeptierten. Denn Sanktionszahlungen waren günstiger, als sich auf das Geschäft mit Grünstrom einzulassen. Das zeigt: Quotenregelungen sind komplexe Werkzeuge. Bis sie in Deutschland effizient funktionieren, dürfte es einige Jahre dauern. Zwischenzeitliche Fehlentwicklungen bei der Förderung wären zwangsläufig.

Viel pragmatischer ist es, das bestehende Einspeisesystem zu reformieren. Dass das geht, hat die Bundesregierung bewiesen. Die sogenannte Überförderung mit zu hohen Einspeisevergütungen für Sonnenstrom ist inzwischen weitgehend abgestellt.