Wie sollen wir denn Menschen mit einer ganz anderen Lebensweise und Religion integrieren, wenn wir das nicht einmal mit unseren eigenen Roma-Mitbürgern schaffen?“ Die rhetorische Frage des slowakischen Premiers Robert Fico ist gewiss zynisch gemeint, sie enthält aber eine versteckte Wahrheit: Selbst wenn sie doch noch zustande kommt, kann und wird die europäische Flüchtlingsquote nicht funktionieren. Anders als Fico glaubt, ist allerdings nicht die „andere Lebensweise und Religion“ das Problem. Es ist vielmehr die Aufnahmebereitschaft der Einheimischen sowie die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts.

Auch mit einer Quote kann jedes Land nur die Chancen bieten, die es eben zur Verfügung hat – und auch mit einer Quote behält jedes Land die Möglichkeit, seine Flüchtlinge so schlecht zu behandeln, dass sie eiligst weiterziehen. Wenn sie dann weg wollen, halten die Behörden sie natürlich nicht auf.

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