Wer in diesen Tagen aus dem Sommerurlaub nach Deutschland zurückkehrt, der findet sich in einer neuen Realität wieder. Griechenlandkrise, Landesverrat und NSA-Spähattacken – das alles war gestern. Die öffentliche Wahrnehmung wird nun von einem einzigen Thema beherrscht: dem Flüchtlingsstrom aus Syrien, dem Balkan und Afrika.

Die Bilder, die sich damit verbinden, sind nicht leicht in Einklang zu bringen. Auf der einen Seite wecken fremdenfeindliche Aufmärsche, brennende Notunterkünfte und die rechte Hetze im Netz beklemmende Erinnerungen an schlimmste Zeiten. Auf der anderen Seite manifestiert sich in Willkommensfeiern, Hilfsangeboten ganz normaler Bürger und Solidaritätsbekundungen von Prominenten in beeindruckendem Ausmaß die Mitmenschlichkeit einer Zivilgesellschaft, die sich dem braunen Pöbel entgegenstellt. Eigentlich kann man stolz sein, in diesem Land zu leben.

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