Deutschland hat eine neue Friedensbewegung. Sie besteht aus zusehends verwitternden Teilen der alten Friedensbewegung, die – von akuter Auszehrung bedroht – ihren Nachwuchs unter „Rechtspopulisten, Nationalisten, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten“ (Bundesvorstand der Links-Partei) findet. Dieses obskure Bündnis, in dem angebliche Friedenssehnsucht, Kapitalismuskritik und Rassismus zusammenschäumen, hat an diesem Wochenende vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten öffentliche Premiere.

Aufgerufen haben dazu unter anderem: Albrecht Müller, vormals Mitarbeiter Willy Brandts, inzwischen auf dem Weg zum Verschwörungstheoretiker; Ken Jebsen, Journalistendarsteller, als Antisemit in rechtsextremen Kreisen populär, Bewohner des intellektuellen Nirwana: „…die Zugvögel, die schaffen es jedes Jahr nach Afrika. Wenn die das demokratisch organisieren würden, kämen sie nur bis Sylt. Nein, die kommen bestens ohne Demokratie zurecht.“; Lars Mährholz, Gründer der „Mahnwachen für den Frieden“, der mit klassischen rechtsradikalen Forderungen wie die Abschaffung der US-amerikanischen Notenbank FED, Beseitigung des Zinseszins und Austritt aus der Nato auf sich aufmerksam macht; Lea Frings, Außenreporterin beim deutschen Internetableger des russischen Propagandasenders Russia Today.

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