Die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin-Mitte gehört zu den berührendsten Gebäuden der Stadt. Sie hat so was Echtes. Das ist überaus selten in der Gegend. Unmittelbar nebenan hängt Schinkels Bauakademie als Plastikplanensimulation. Ebenfalls nebenan leuchtet die immer noch schneeweiße Nachahmung des einstigen Kommandantenhauses als Bertelsmanns Hauptstadtrepräsentanz von 2003.

Und alles überragend das in Beton aufgegossene Stadtschloss, gegenwärtig zu bestaunen in bizarrer Rohbaunacktheit. Dazwischen wirkt die fragile Kirche fast fehl am Platz. So als wundere sie sich selbst, das alles überstanden zu haben. Wenigstens äußerlich. Wenn man nicht zu genau hinschaut.

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