Wie wäre es denn mal mit Elchfleisch-Würstchen aus Estland? Mit Honig aus der Niederweichsel-Region, mit Siedesalz aus dem polnischen Ciechocinek und Kakaobutter aus Sierra Leone?

Alles kein Problem auf der Grünen Woche in Berlin, da gibt es das alles, da kann man auch morgen noch kraftvoll zubeißen. Die Messe für landwirtschaftliche Erzeugnisse gleicht in ihrer Zielsetzung, alles Essbare auf Erden zum Greifen nah zu rücken, den früheren Weltausstellungen; die Menschen sollen staunen, sich ergötzen am Exotischen. Und dazu muhen ein paar frisch shampoonierte Kühe. Da fragt sich dann keiner mehr, ob es nicht widersinnig ist, dass sich mit Sierra Leone einer der ärmsten Staaten der Welt auf dieser Leistungsschau des Überflusses präsentiert.

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