Wie tröstlich, dass manche Dinge sich selbst erklären. Ein Messer im Rücken eines toten Mannes ist ein geeignetes Indiz für einen Mord, der Schokoladenpudding im Gesicht eines Kleinkinds verweist auf fehlende Gediegenheit der Feinmotorik, und das Tuch auf dem Kopf einer Frau ist der unwiderlegliche Beweis ihrer Unterdrückung, nicht nur ein religiöses, sondern auch ein politisches Symbol mit der Folge kultureller Desintegration. Mögen muslimische Frauen, die sich mit einem Kopftuch bedecken, auch beteuern, es sei nicht mehr als ihr persönliches religiöses Bekenntnis, insofern ein Akt der Selbstbestimmung, nützt es ihnen selbstverständlich nichts, denn – wie gesagt – es gibt Dinge, die sich selbst erklären: das Messer im Rücken, der Pudding im Gesicht, das Tuch auf dem Kopf.

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