Die neuen Daten der OECD zu den Folgen der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit sind alarmierend. 3,5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen verdreckter Atemluft – und damit mehr als auf den globalen Kriegsschauplätzen. Die Kosten gehen in die Billionen. So bedrückend diese Zahlen sein mögen, markieren sie doch nur einen Teil des Gesamtproblems: Immer mehr Autos verpesten mit ihren Abgasen die Luft und beschleunigen die Klimaerwärmung.

Wenn erst der Meeresspiegel in Folge abschmelzender Polarkappen steigt, werden Hunderte Millionen Menschen betroffen sein. Sie verlieren ihre Heimat und ihre wirtschaftliche Grundlage. Verstärkte Umweltschutzbemühungen der wohlhabenden Länder allein können diese Entwicklung allenfalls verlangsamen. Man kann den Menschen in den Schwellenländern schließlich nicht das Autofahren verbieten. Was aber tun?

Die Chance liegt in einer konsequenten Bündelung privater wie öffentlicher Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen auf energiesparende, schadstoffarme Technologien. Nur wenn Deutschland und andere Industrieländer in absehbarer Zeit umweltschonende, auch für chinesische Kunden bezahlbare Fortbewegungsmittel auf den Markt bringen, kann der Trend gestoppt werden. Die Unternehmen können zeigen, dass sie ihre gern zitierte Verantwortung für das große Ganze ernst nehmen.