Vorsicht jetzt mit allzu eilfertigen Schlüssen! Dieser Rat scheint angebracht – allein schon beim Hören all der Tätigkeitswörter, die beschreiben sollen, was der Papst nun eigentlich mit dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst angestellt hat. Hat er ihn suspendiert? Sicher nicht, denn Tebartz bleibt Bischof, ja er bleibt sogar bis auf Weiteres Bischof von Limburg. Im Amt belassen? Formal ja, denn der designierte Generalvikar Wolfgang Rösch fungiert offiziell nur als Vertreter und stellt die Leitung der Diözese sicher, während dem Bischof „eine Zeit außerhalb der Diözese gewährt“ wird. Also hat der Papst den umstrittenen Geistlichen aus der Schusslinie genommen? Das bestimmt. Nach Wochen und Monaten massiven Drucks, unter dem sich Tebartz in zunehmend aberwitzige Stellungnahmen und Aktionen geflüchtet hatte, konnte es so nicht mehr weitergehen. Im Bistum Limburg nicht, aber vielleicht auch nicht im Umgang mit dem Bischof.

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