Durch den Rückgang der Entwicklungshilfe ist nach Einschätzung der Uno die Verwirklichung der Millenniumsziele für die ärmsten Länder der Welt gefährdet. Im Jahr 2012 seien Hilfszahlungen der wohlhabenden Staaten – die offizielle Entwicklungshilfe (ODA)– gegenüber 2011 um vier Prozent auf 97 Milliarden Euro gesunken, erklärte die Uno am Montag in Genf. Um 13 Prozent verringerten sich die bilaterale Zahlungen.

Die acht Millenniumusziele waren im Jahr 2000 mit einer UN-Erklärung beschlossen worden, um die Ungleichheit zwischen armen und reichen Ländern einzudämmen. Eines der Ziele lautet, den Anteil der Armen und Hungernden an der Weltbevölkerung bis 2015 um die Hälfte zu senken. Trotz Rückschlägen schien zumindest dieses Ziel erreichbar – was jedoch durch Einsparungen bei den Hilfsetats in den entwickelten Staaten wieder gefährdet wird. „Dieser Rückgang trifft die am wenigsten entwickelten Länder am härtesten“, heißt es in einer Mitteilung zum jüngsten UN-Bericht über die Umsetzung der acht Millenniumsziele.

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