Kairo - Nach Wochen der blutigen Konfrontation zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi, in denen die Fronten sich immer weiter verhärteten und viele Beobachter bereits von einem drohenden Bürgerkrieg sprachen, zeichnet sich jetzt erstmals ein Hoffnungsschimmer ab. Ein Kompromiss ist noch nicht geschlossen, aber in Kairo wird darüber gesprochen, dass er möglich ist.

Ganz offensichtlich hat der Monat der Konfrontation und der drohenden Gewalt die Führer der beiden verfeindeten Lager zu der Einsicht gebracht, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Womöglich gelangen die Führer der Pro-Mursi-Bewegung gerade zu der Einsicht, dass sie trotz der ständigen Demonstrationen ihr Ziel nicht erreichen werden. Es scheint wenig wahrscheinlich, Mursi wieder ins Amt zu bringen. Auf der anderen Seite haben Mursi-Gegner, allen voran die Regierung und die Führung der Armee, offensichtlich verstanden, dass Gewalt nicht das einzige Mittel sein kann, mit den Protesten der Mursi-Anhänger umzugehen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.