Washington - Eine Mission mit ungewissem Ausgang: US-Außenminister John Kerry reist am Donnerstag an den Genfer See, um mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow über eine diplomatische Lösung des Problems der syrischen Chemiewaffen zu beraten. Am Erfolg oder Scheitern dieser Dienstreise wird sich zeigen, ob ein US-Militärschlag noch abzuwenden ist. Die russische Führung ist sich bewusst, dass die Zeit drängt. Am Mittwoch überreichte sie den Amerikanern ihren Plan zur internationalen Kontrolle der Massenvernichtungswaffen.

Doch die Aussichten, dass Kerry und Lawrow sich einigen, sind bestenfalls mäßig. Denn bei den Vereinten Nationen in New York scheinen die Verhandlungen schon festgefahren, noch bevor sie richtig begonnen haben. Russland sperrt sich gegen eine UN-Resolution, die dem Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad einen Militärschlag androht, sollte es die angekündigte Übergabe seines Giftgas-Arsenals verzögern. Genau das aber wollen die westlichen Veto-Mächte USA, Frankreich und Großbritannien unbedingt festschreiben. Der Leitgedanke dahinter ist: Assad wird sich nur bewegen, wenn er Druck verspürt und sich Sorgen machen muss, angegriffen zu werden.

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