Kudamm-Bühnen: Martin Woelffer führt durch das Theater

In das verlassene Foyer tritt der Intendant, ein ruhiger Mann im Reißverschlusspulli, mit grauen Haaren und rosigem Gesicht, 55 Jahre alt. Es ist Vormittag, das Theater hat er für sich. Er setzt sich auf einen der roten Plüschsessel. Martin Woelffer muss aufpassen, was er sagt. Er hat sich auf einen Deal mit dem Investor eingelassen. Der will ihm ein neues Theater bauen, und das will er nicht aufs Spiel setzen. Die beiden historischen Häuser am Kurfürstendamm, Komödie und Theater, die wird es bald nicht mehr geben.

In den kommenden Wochen planieren Baumaschinen, was drei Generationen der Wölffers mitgeprägt haben. Martins Großvater Hans hatte die Theater in den 1930ern übernommen, Martin, der Enkel,  führt sie seit 2004. Als er die Nachfolge seines Vaters antrat, brach in Berlin die Phase des großen Geldes an. Neue Eigentümer kamen und gingen, gaben große Pläne bekannt, und verkauften das Areal dann schnell weiter.

Das Theater stand schon öfter kurz vor dem Abriss und Woelffer lebt seit vielen Jahren in einem Provisorium. „Die einzige Chance, die es für uns gab, war immer die Öffentlichkeit, sagt er. „So ist über die Jahre hinweg ein Patt entstanden. Aber es war immer nur ein Patt, es war immer nur Krieg, 15 Jahre lang.“

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