--Die Zukunftsvisionen für die Küche sind sehr verschieden: "Zumindest im Wohn-, Ess- und Küchenbereich wird es eine Verschmelzung geben. Statt der klassischen Raumaufteilung gehen Wohn- und Esszimmer dann fließend ineinander über", so Helmut Lübke, Chef des Design-orientierten Möbelunternehmens Interlübke.Nicht mehr an die klassische Raumaufteilung gebunden ist auch die "Küchenvision 2010" des Beschlag-Herstellers Hettich International. Bei dieser Küche, die bei Nichtgebrauch hinter einer wellenförmigen Verkleidung wie hinter einer Wand verschwindet, spielt Hightech eine große Rolle. Noch Zukunftsmusik ist auch der in dieser Küchenvision vorgesehene Kühlschrank. Das Gerät stellt über Spracherkennung das benötigte Lebensmittel über eine Öffnung zur Verfügung. Mit den Worten wie "Bitte ein Bier" soll dann der durstige Nutzer den Gerstensaft erhalten. Barcode-Kennzeichnung ermöglicht das automatische Nachbestellen und kontrolliert das Verfallsdatum. Via Internet bestellt der Kühlschrank selbst-ständig Ware beim Händler.Die Küche werde bisher nicht optimal genutzt, biete sich auch zur Einrichtung eines PC-Arbeitsplatzes an, meint Prof. Peter Zec vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen. "Die Vision, dass auch in der Küche im Internet gesurft wird, ist übertrieben", hält Hans Joachim Adler, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft "Die Moderne Küche" in Mannheim dagegen. "Die Küche der Zukunft wird vor allem eine Wohnküche sein."