Angeblich ist Sean Connery schuld, dass Dietmar Wunder Schauspieler werden wollte. Als Kind bewunderte er ihn als Doppel-Null-Agenten in den James-Bond-Filmen. 2006 wurde er dann selbst Geheimagent Ihrer Majestät. Also ein bisschen zumindest.

Denn seither leiht der Berliner Schauspieler dem Kollegen Daniel Craig seine Stimme für die deutsche Fassung der Filme. Jetzt wird Wunder mit Daniel Craig quasi außer Dienst gestellt. Denn am Donnerstag kommt der letzte Bond mit Craig in der Hauptrolle in die deutschen Kinos.

Wunder freut sich nach der langen coronabedingten Wartezeit auf die Premiere von „Keine Zeit zu sterben“. „Bei Filmen dieses Kalibers, gerade James Bond, ist die Geheimhaltung natürlich ganz enorm“, sagt der 55-Jährige der dpa. Rund anderthalb Jahre wurde der Kinostart wegen Corona verschoben.

Seine voraussichtlich letzte Arbeit an einem Bond-Film habe er besonders genossen, erzählt Wunder. Es sei etwas „ganz Großes“, dass er als Bond-Fan Daniel Craig in dieser Rolle habe begleiten dürfen. „Das ist einfach ein Geschenk als Schauspieler, so etwas machen zu dürfen.“ Besonders gern möge er Bonds charakteristische „One-Liner“, also kurze, oft humorvolle Aussagen. „Unvergessen ist natürlich: ,Wie möchten Sie Ihren Martini, geschüttelt oder gerührt?’ – ,Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert?’“ Solche leicht ironischen Sätze auf den Punkt zu bringen, mache besonders viel Spaß.

Dietmar Wunder, gelernt hat er mal Augenoptiker, stand auch schon in Berlin auf der Bühne, beispielsweise in der Komödie am Kurfürstendamm.