Statue des Komponisten Ludwig van Beethoven in Bonn.
Foto: dpa/Oliver Berg

Berlin - Als wir über Beethovens mittleres Werk plauderten, stellten wir fest, dass der Komponist einerseits den ererbten Stil Haydns und Mozarts auf seine elementaren Konstellationen zurückführt und daraus eine Technik permanenter Entwicklung, nun ja, entwickelte, aber andererseits auch leicht zugängliche Werke schrieb, die Ouvertüren zu „Egmont“ und „Coriolan“ etwa. Daneben entstanden indes, und das ist interessant, zahlreiche Werke innigen Singens. 

Beethoven gilt als wenig stimmfreundlicher Komponist, und seine starke instrumentale Orientierung ist durchaus ein Novum; noch im Werk Haydns finden sich zahlreiche Opern, die zwar nicht auf dem Niveau seiner Instrumentalmusik oder gar der Opern Mozarts stehen, aber zusammen mit den wunderbaren Messen zeigen, dass ihm vokales Denken selbstverständlich war – und wenn Haydn sein Schaffen beschrieb, nannte er die Vokalwerke an erster Stelle, nicht die Quartette und Symphonien.

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