Spätestens seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur sorgt Donald Trump für Aufsehen. Der US-Präsidentschaftskandidat wird im In- und Ausland kritisch gesehen – nun, nur knapp 30 Tage vor der Wahl am 08. November 2016, hat sich eine Gruppe bekannter Musiker und Bands zusammengeschlossen, um für ein Trump-freies Amerika einzutreten. Und das mit Musik.

Dafür wollen Bands wie R.E.M, Death Cab For Cutie oder My Morning Jacket unter dem Motto „30 Days, 30 Songs“ jeden Tag einen Song veröffentlichen, der sich kritisch mit dem Republikaner auseinandersetzt. Wer sich noch an der Aktion beteiligt, ist bislang unbekannt. Ziel ist es, den Wahlerfolg Trumps zu verhindern.

Einige Anti-Trump-Songs sind bereits veröffentlicht worden

Den Anfang machte die US-Indie-Rock-Band Death Cab For Cutie mit „Million Dollar Loan“, einem Song, der zunächst eher nach Liebeslied als nach Anti-Trump-Hymne klingt. Hört man sich den Text jedoch genauer an, wird klar, dass darin von den Lügen erzählt wird, mit Hilfe derer der Imobilienmogul sein Vermögen gemacht hat.

Auch ein weiterer Song ist bereits veröffentlicht worden. Die Singer-Songwriterin Aimee Mann singt in ihrem Lied „Can't You Tell“ aus der Perspektive Trumps über die bevorstehende Wahl. Im Refrain fragt sie sich, ob denn niemand dazu bereit wäre, sie zu stoppen. Sie wolle den Job immerhin gar nicht haben und es gehe ihr auch nicht gut.

Trump nutzte unrechtmäßig Lieder für Wahlkampf

Gestartet wurde die „30 Days, 30 Songs“-Aktion von US-Autor Dave Eggers. In einem Gespräch mit dem „Guardian“ sagte Eggers, dass ihm die Idee dazu gekommen sei, als er hörte, dass Trump sich für seinen Wahlkampf an Liedern von Künstlern bediente, die dem nicht zugestimmt hatten.

„Während das Publikum noch auf Trump wartete, war ich völlig überrascht, die Musik von Bruce Springsteen, Elton John und Queen zu hören“, sagte der Autor, „Keiner dieser Musiker unterstützt Trump – was wenig überraschend ist –. aber in diesem Moment wurde mir bewusst, dass diese Wahl möglicherweise von ein paar Protestsongs profitieren könnte.“

Einnahmen sind für gemeinnützigen Zweck

Die Einnahmen der Aktion kommen einer Organisation zur Unterstützung der Demokratie und einer Verbesserung des Wahlverfahrens zugute. Auf dem Musikstreamingdienst Spotify kann die Playlist von „30 Days, 30 Songs“, die täglich aktualisiert wird, abboniert werden. (jon)