Cannes - Mit Nicole Kidman als „Grace of Monaco“ starten an diesem Mittwoch die 67. Internationalen Filmfestspiele in Cannes. Zu der Premiere am Abend werden auch der französische Regisseur Olivier Dahan und US-Schauspieler Tim Roth erwartet. Das Werk über die monegassische Fürstin Gracia Patricia läuft an der Côte d'Azur außer Konkurrenz und startet an diesem Donnerstag auch in den deutschen Kinos. Die Filmfestspiele in Südfrankreich zählen zu den wichtigsten Festivals weltweit.

Im Wettbewerb konkurrieren in diesem Jahr 18 Filme um den Hauptpreis, die Goldene Palme. Sie wird am 24. Mai von der internationalen Jury verliehen. Deren Vorsitzende ist die neuseeländische Regisseurin Jane Campion, hinzu kommen acht weitere Filmschaffende wie die US-Amerikaner Sofia Coppola und Willem Dafoe.

Wegen „Grace of Monaco“ hatte es im Vorfeld Ärger mit der Fürstenfamilie gegeben. Der Film über den Weg von Grace Kelly zur Fürstin Gracia Patricia sei nicht realistisch, hatte die Familie erklärt. Sie werde aus Protest auch nicht an der Premiere teilnehmen.
Unter den Regisseuren, die ihre Filme in den kommenden Tagen im Wettbewerb zeigen werden, sind in diesem Jahr wieder zahlreiche große Namen. Jean-Luc Godard etwa, mit 83 Jahren der älteste Mitstreiter, kommt mit seinem 3D-Experiment „Adieu au langage“ an die Croisette.

Tommy Lee Jones holte für seinen Western „The Homesman“ Hilary Swank und Meryl Streep vor die Kamera, während der Kanadier David Cronenberg für seine Hollywood-Satire „Maps to the Stars“ erneut Ex-„Twilight“-Vampir Robert Pattinson verpflichten konnte.

Und der US-Amerikaner Bennett Miller konzentriert sich nach „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ erneut auf eine wahre Begebenheit und lässt Channing Tatum und Mark Ruffalo als Boxer-Brüder-Paar antreten.

Deutsche Regisseure hingegen haben es nicht in den Wettbewerb geschafft. Dort laufen nun „nur“ vier deutsche Ko-Produktionen, darunter Olivier Assayas' Theaterdrama „Clouds of Sils Maria“. In dem spielen neben Kristen Stewart einige deutsche Schauspieler wie Lars Eidinger und Hanns Zischler mit. In der renommierten Nebenreihe Un Certain Regard sind außerdem zwei Werke deutschsprachiger Filmemacher zu sehen: Die Österreicherin Jessica Hausner zeigt ihr Heinrich-von-Kleist-Drama „Amour Fou“, der Deutsche Wim Wenders die Dokumentation „The Salt of the Earth“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado.