Der Philosoph Karl Marx war es wohl, der das Gesetz vom Umschlagen einer gewissen Quantität in eine neue Qualität erfand. Früher hätte man sich nicht träumen lassen, dass man sein Gesetz mal auf eine Hollywood-Produktion anwenden würde, aber so ist es nun gekommen. „7 Psychos“ heißt der neue Film von Martin McDonagh, und wenn schon die Aussicht auf einen Psycho, also einen einzigen gemeingefährlich Verrückten, vielversprechend ist (allerdings nur im Kino) – was mag da erst bei sieben Psychos herauskommen! Eine ganz neue Qualität hoffentlich: von Spannung und Drama, vielleicht sogar eine neue Qualität der, nun ja, Gruppenerfahrung. Und wer Martin McDonaghs Kinohits „Brügge sehen... und sterben?“ oder „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“ kennt, hofft sogar auf eine neue Qualität an schwarzem Humor.
Nun, das Letztere wäre wohl zu viel des Guten. Doch immerhin wird das Niveau der Vorgängerfilme, beides tiefschwarze Komödien, souverän gehalten in dieser Geschichte um einen irischen Drehbuchautor in Hollywood, der an einer Schreibblockade leidet und in den vermutlich größten Schlamassel seines Lebens gerät. Marty (Colin Farrell) hat nämlich einen guten Freund, der Schauspieler ist und sehr erpicht auf Filme voller Rollen für ihn. Also versucht dieser Billy (Sam Rockwell) den guten, ziemlich versoffenen Marty zu inspirieren durch wahre oder auch nur erfundene Geschichten, sogar per Inserat.

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