Donald Trump, Angela Merkel oder Kim Jong-Un. Der syrische Künstler Abdalla Al Omari porträtiert kontrovers diskutierte Weltpolitiker. Doch nicht gewöhnlich – er stellt sie als entrechtete und geflohene Menschen dar. Der Künstler selbst musste aus seiner Heimat fliehen.

Bilder seiner Ausstellung „Die Verwundbarkeits-Serie" („The Vulnerability Series"), die bis Juli in Dubai gezeigt wird, sind auf Instagram und Facebook zu sehen. Die mächtigen Politiker werden bettelnd oder in abgenutzter Kleidung dargestellt.

Ein volles Boot mit Flüchtlingen zeigt ein Gemälde. Die Gesichter sind nicht zu erkennen. Bis auf eins: das des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Al Omari floh aus Syrien und lebt mittlerweile in Belgien.

Erst kürzlich, beim G7-Gipfel, zeigte sich US-Präsident Trump ablehnend gegenüber Flüchtlingen. Der Versuch Italiens, eine gemeinsame Position zu finden, scheiterte. In Al Omaris Bild ist der US-Präsident selbst auf der Flucht und trägt dabei ein kleines Kind auf dem Arm. In der Hand hält er ein Foto, das Trump, eine Frau mit Kopftuch sowie Kinder zeigt.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin porträtiert der syrische Künstler. Traurig schaut sie. Um sie herum sind Hähne zu sehen, die gegeneinander kämpfen.

Immer wieder provoziert der Nordkoreanische Machthaber mit dem Test von Raketen. Das Atomprogramm des Landes steht international in der Kritik. Auf Al Omaris Portät von Kim Jong-un trägt dieser Kleidung, die ihn wie ein Kind aussehen lassen. Hinter seinem Rücken versteckt er eine Rakete.

Barack Obama trägt eine zerrissene Mütze und sein Mantel sieht mitgenommen aus. Wie viele der anderen Politiker schaut er dem Betrachter in die Augen.