Schlaf ist Zeitverschwendung, dachte man zu meiner Zeit noch in der Jugend. Das war, als man sich abends noch zu Feten treffen durfte. Doch für alle Altersgruppen gilt bis heute: Wer früh ins Bett geht, ist kürzer wach. Das bedeutet, man kann nie drei oder fünf Folgen einer Serie hintereinander gucken, wer früh ins Bett geht, muss auch vor dicken Büchern kapitulieren. Schlaf klaut die Lesezeit, die man braucht, um sich in ein Buch zu versenken. Es sei denn, man ist tagsüber nicht durch Arbeit und Haushalt abgelenkt und kann sich mit Lektüre zurückziehen.

Doch was das Recht der Jugend ist und auch ihr Spaß, kann im fortgeschrittenen und höheren Alter zum Verhängnis werden. Menschen, die in ihren Fünfzigerjahren regelmäßig nur sechs und weniger Stunden schlafen, haben ein erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Britische und amerikanische Forscher fanden das heraus, als sie etwa 25 Jahre lang das Schlafverhalten von 8000 britischen Bürgern untersuchten. Sie berichteten am Dienstag in der Zeitschrift Nature Communications davon.

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