Und am Schluss gibt’s wider Erwarten: ein Happy End, wenn auch ein ramponiertes. Anders als in George Orwells Romanvorlage kommt das einstige Liebespaar noch einmal zusammen, vereint im Schmerz. Winston und Julia begegnen einander wieder, ihre gealterten Gesichter gezeichnet von Folter und Gehirnwäsche, zwei Elendsgestalten in zeltgroßen Trenchcoats.

Geschrumpfte, die sich gegenseitig huckepack nehmen und sinnfrei im Kreis rennen. Wie greise Kinder, die ihre Nachbarn nerven. Das System und seine Algorithmen, Big Brother und der blutrünstige Peiniger O’Brien haben gewonnen − und doch verloren. Der Mensch, mag er auch beschädigt sein, er bleibt das Maß aller Dinge.

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