Im deutschen Schicksalsjahr 1933 starb ein Weltbürger, dessen Grabstein die selbstgewählten Worte zieren: „Adolf Loos, der die Menschheit von unnützer Arbeit befreite.“ Er versuchte nicht nur das, sondern lehrte sie auch das Wohnen. Allerdings zwang er sie damit zugleich, gehen, essen, sitzen, stehen und sich kleiden zu lernen. 

Gräbt man nach den Wurzeln unseres heutigen mitteleuropäischen Kulturverständnisses, dann stößt man unweigerlich auf den charismatischen Architekten und Schriftsteller. Längst ist Loos nicht nur als Galionsfigur der Wiener Moderne um 1900 erkannt, sondern auch – wie ihn Adolf Opel und Marino Valdez einmal charakterisierten – als „einer der besten, weitblickenden und evolutionärsten Köpfe, die je in Österreich tätig gewesen sind“. Armes Austria?

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.