In einer nicht ganz qualitativen Studie des Online-Magazins The Pudding wurde kürzlich der Wortschatz im Rap erforscht. Mit weitem Vorsprung führt darin der New Yorker Rapper Aesop Rock die Liste von 85 Musikern an, die Songs bis 2012 veröffentlicht haben. Daneben wertete man noch sieben Werke Shakespeares aus, der bekanntermaßen in der Literatur die Bestenlisten führt. Fun Fact: Im HipHop wäre er aber nur oberes Mittelfeld, gleichauf mit den Beastie Boys und Nas.

Gut möglich, dass also Aesop Rocks Hang zum gewählten Vokabular den Durchbruch des Underground-Veteranen bisher verhindert hat. Kein Geringerer als der stets pragmatische Jay-Z erklärte einst in dem Song „Moment of Clarity“: „I dumbed down for my audience to double my dollars“. Ein solches Einknicken vor der Leistungsbereitschaft des Publikums liegt dem 44-jährigen Aesop Rock – bürgerlich Ian Matthias Bavitz – auch auf seinem achten Album fern, zumal es sich laut Albumtitel um eine Exkursionsanleitung für ein Paralleluniversum namens Spirit World handelt.

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