„Breaking News“, twitterte das Zentrum für politische Schönheit am Donnerstag gegen zehn Uhr. „Die Berliner Polizei durchsucht aktuell mehrere Wohnungen im Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit. Jetzt brauchen wir eure Solidarität!“ Und weiter: „Die erste Amtshandlung des neuen R2G-Senats in Berlin: Wohnungen von Künstlern durchsuchen. Ein schwarzer Tag für die Kunstfreiheit in Deutschland.“

Die Razzia geht offenbar auf eine Aktion des ZPS im Wahlkampf zurück mit der die AfD hinters Licht geführt worden war. Das Künstlerkollektiv hatte einen „Flyerservice Hahn“ gegründet und Kandidaten sowie Kreisverbänden der AfD angeboten, als Dienstleister zu günstigen Konditionen Werbematerial für sie zu verteilen. Anstatt das Material zu verteilen, hat das ZPS nach eigenen Angaben die fünf Millionen Wahlkampf-Flyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, und sie später vernichtet. Die AfD nannte die Zahl von einer Million Flyer.