Bei „Writing in Migration“ (WiM) bekam Berlin den Kopf gewaschen. Die Stadt, die sich leidenschaftlich als Hafen der Freigeister, Speerspitze der Innovationen und Magnet der Vielfalt inszeniert, hat dieses Festival für afrikanische Literatur bitter nötig. Denn, so stellte Kuratorin Olumide Popoola bei der Eröffnung charmant fest: „Ihr habt ganz offensichtlich keinen Plan.“

Von Donnerstag bis Samstag debattierten führende afrikanische Schriftsteller und Schriftstellerinnen ihr Schaffen im Kino Babylon. Wer sie zu Beginn der Gesprächsrunden vorstellte, kam nicht umhin, eine Reihe von Buchpreisen, Nominierungen und Stipendien aufzuzählen. Doch während Namen wie Chris Abani, Ayòbámi Adébáyò oder Sarah Ladipo Manyika in Großbritannien für wissende Vorfreude sorgten, traf die deutsch-nigerianische Schriftstellerin Popoola hierzulande im Vorfeld auf fragende Ratlosigkeit. Das Symbolbild, dass das RBB-Magazin zibb zum WiM-Bericht wählte, zeigte dann auch einen Baum vor einem Sonnenuntergang – Kalahari-Kitsch statt Postmoderne.

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