In dem Film „After Earth“ ist es tausend Jahre her, dass die Menschen die verseuchte Erde verlassen mussten. Wenige von ihnen siedelten in einem neuen Sonnensystem. Wir erfahren nicht viel über dieses neue Leben, denn schon bald wird ein prominent besetztes Raumschiff unplanmäßig auf dem alten blauen Planeten abstürzen. Der Kontrast zwischen den Lebensräumen ist dabei deutlich inszeniert vom Regisseur M. Night Shyamalan: Hier die zivilisierte Welt, deren Bewohner in großzügigen, wabenartigen und mit weißen Sonnensegeln ausgestatteten Hochhäusern leben; dort die mehr oder weniger ungezähmte Wildnis. Kultur und Natur werden so in Frontstellung gebracht. Wobei sich die Kultur vor allem durch eine streng hierarchische Ordnung und unbedingte Disziplin der Menschen auszuzeichnen scheint; die den klassischen Geschlechterverhältnissen verbundene Gesellschaft ist militärisch strukturiert.

Will Smith hat das Science-Fiction-Abenteuer „After Earth“ auf den Weg gebracht. Ein Vater (Will Smith), der General ist, und sein unsicherer Sohn (Jaden Smith) müssen darin als einzige Überlebende des Raumschiff-Crashs auf dem ehemaligen, nun kontaminierten Heimatplaneten bis zu ihrer Rettung durchhalten. Mehr noch, schwer verletzt kann der Vater den Sohn nicht bei Suche nach einem rettenden Sender begleiten; ihm bleibt das Dirigieren über Monitor und Funkverbindung. Derart auf sich gestellt, muss das Kind allein den Gefahren trotzen – und die sind zahlreich. Verfolgt von diversen wilden Tieren, unter Sauerstoffmangel leidend und bedroht von nächtlicher Eiseskälte kann zudem hinter jedem Baum die schlimmste Heimsuchung lauern: ein Ursa. Das sind von feindlichen Aliens gezüchtete, nahezu unbesiegbare Kampfmonster, eines von ihnen konnte unglücklicher Weise von Bord des zerstörten Raumschiffs entkommen. Einzig zu dem Zweck erschaffen, die Menschheit zu vernichten, orientiert sich das blinde Ungetüm unfehlbar an der menschlichen Angst, genauer an dem im Angstschweiß befindlichen Pheromonen.

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