Deutschland streitet. Zum Beispiel über die Aussagen des Schalker Fußballfunktionärs Clemens Tönnies. Der hatte in einer Rede in Paderborn seine Weltsicht erläutert und für den Bau von Kraftwerken in Afrika plädiert, damit die Menschen dort – bei verbesserten Lichtverhältnissen – weniger Kinder zeugen. Nachdem die Äußerungen eine Welle der Empörung ausgelöst hatten, entschuldigte Tönnies sich halbherzig, als sei es bloß ein sprachlicher Lapsus gewesen.

Der Fall Tönnies zeigt, dass es in hitzigen Debatten selten um „richtig“ oder „falsch“ geht. In Fußballkreisen ist man inzwischen der Meinung, dass es nun auch einmal gut sei, als ließe sich das Hin und Her der Meinungen nach Belieben an- und abschalten. Nach dem großen Debattenfuror macht sich nicht selten auch das Bedürfnis nach Ruhe breit.

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