Auswahl an Reclamheften auf der Buchmesse in Frankfurt.
Foto:  Imago Stock

Berlin - Gut gezählt ist halb verwaltet. In ihrer Koalitionsvereinbarung hat die Bundesregierung daher einen Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Kulturschaffenden in diesem Land angekündigt, den der Kulturrat, Spitzenverband der Kulturverbände in Deutschland, jetzt vorgelegt hat. Schon 2013 gab es einen Bericht zum „Arbeitsmarkt Kultur“, 2016 dann einen zur Lage von „Frauen in Kultur und Medien“, und beide Ansätze werden jetzt enggeführt in „Frauen und Männer im Kulturmarkt“. Von großem aktuellen Interesse ist dabei der Blick auf die Selbstständigen im Kulturbereich, die durch die Schutzmaßnahmen während der Coronakrise mit am stärksten betroffen sind. Deren Untergruppe, die sogenannten Solo-Selbstständigen, fallen bei den Coronahilfen des Bundes bis heute durch alle Raster und werden an die Grundsicherung verwiesen.

Basierend auf den Daten der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamts und der Künstlersozialkasse (KSK) wird in Einzeltabellen mannigfach ausdifferenziert aufgelistet, dass es in den Bereichen Musik, Buch, Kunst, Film, Presse, Rundfunk, darstellende Kunst, Design, Architektur, Werbung und Game insgesamt 719.106 selbstständig Tätige gibt, von denen knapp die Hälfte sogenannte Mini-Selbstständige sind, also nicht mehr als  17.500 Euro im Jahr verdienen. Im Verhältnis die meisten Mini-Selbstständigen gibt es beim Film: Da verdient nicht einmal jeder zweite mehr als diese 1400 Euro im Monat.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.