Sie streut ihre Talente gut und lukrativ: Schauspielerin Sofia Vergara.
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Sofia Vergara, 48, kann sich in diesen schweren Corona-Zeiten nicht über fehlende Anerkennung beklagen. Die Schauspielerin feiert die schönsten Erfolge und wurde jetzt auch noch von dem US-Magazin „Forbes“ zur bestbezahlten Schauspielerin der Welt gekürt. Der Star aus der Serie „Modern Family“ verdiente in den vergangenen zwölf Monaten 43 Millionen Dollar (rund 37 Millionen Euro). In der letzten Staffel der Serie bekam die 48-jährige gebürtige Kolumbianerin demnach eine halbe Million Dollar pro Folge. Auf Rang zwei der bestbezahlten Schauspielerinnen landete Angelina Jolie, 45, mit immerhin 35 Millionen Dollar, gefolgt von „Wonder Woman“-Star Gal Gadot, 35, mit 31 Millionen.

Ob sich hier ein neues Zeitalter angekündigt? Für Vergara ist es das erste Mal, dass sie auf Platz eins landet. Die Zweitplatzierte Angelina Jolie hat dagegen schon bessere Platzierungen ergattern können. 2009, 2011 und 2013 war nämlich sie die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Möglicherweise hat der finanzielle Erfolg Vergaras auch damit zu tun, dass sie ihre Talente gut streut. Allein als Jurorin in der Show „America’s Got Talent“ – der US-Version von „Deutschland sucht den Superstar“ – kann sie laut Forbes mit mindestens zehn Millionen Dollar pro Saison rechnen. In der Castingshow sitzt sie neben Heidi Klum in der Jury.

Kevin Rataj, 26, hat den Größten und erinnert uns damit in aller Form an die Binse, dass auch in der Covid-19-Pandemie das Leben beharrlich weitergeht. Wie denn sonst! Und so gilt es für den Gärtner aus Ostfriesland, zumindest in Hinblick auf seinen Beruf und die nun fällige Anerkennung: Mit seinem 702 Kilogramm schweren Kürbis hat Rataj am Wochenende die 16. Niedersächsische Kürbismeisterschaft souverän gewonnen – der zweitplatzierte Kürbis wog nur 368 Kilo. Damit verteidigte er in Bad Essen (Landkreis Osnabrück) seinen Titel aus dem Vorjahr, damals wog der Sieger-Kürbis 568 Kilogramm. Die Gemüse-Konkurrenz wurde in den Gärten von Schloss Ippenburg ausgetragen.

So sehen Sieger aus: Kevin Rataj und sein rekord-Kürbis vor der schönen Kulisse von Schloss Ippenburg
Foto: dpa/Friso Gentsch

Ratajs Sieg ist schon bemerkenswert, mit seinem Rekord-Kürbis wäre er auch bei den Deutschen Meisterschaften auf einem vorderen Rang gelandet, wie der Veranstalter des Wettbewerbs, Wolfgang Willmann, fachgerecht urteilte. Die größten deutschen Kürbisse kämen eigentlich aus Süddeutschland – dank der längeren Sonnenscheindauer. Wie auch immer, Ratajs Erfolg gründet sich auf harter Arbeit und Hingabe ans Gemüse: Pro Woche gibt er seinen Kürbissen in seinem privaten Garten 400 bis 500 Liter Wasser, den Rest erledigt reichlich Flüssigdünger.

Der Vollständigkeit halbe sei noch auf den Weltrekord eines Züchters aus Belgien hingewiesen, dessen Kürbis mehr als eine Tonne wog.

Heidi Klum, 47, darf selbstverständlich nicht fehlen, wenn von ihr und auch von Kürbissen schon die Reda war: Die Moderatorin der bekannten Mager-Mädchen-Nachwuchsshow Germany’s Next Top Model“ ist eine große Freundin von Halloween. Jahr für Jahr feiert sie dieses merkwürdige Erntedankfest mit den aufwendigsten Kostümierungen. Die Leute scheint’s zu interessieren. In diesem Jahr wird die Sause coronabedingt anders verlaufen. Bisher gab das Model schon im Sommer erste Anzeichen für ihre Verkleidung, die dann im letzten Augenblick erst enthüllt wird. Doch 2020 fällt aus. Stattdessen kam es auf Instagram zu echten Enthüllung.

Klums rund 7,6 Millionen Follower auf Instagram dürfen sich über einige nackte Tatsachen freuen. Ein kurzes Video zeigt die Frau lediglich mit einer Bikinihose bekleidet, sie räkelt sich vor prächtigem Abendhimmel auf einer Liege und macht es sich nachgerade bequem. Ihre Brüste, denen sie die Namen Hans und Franz gegeben hat, verdeckt sie dabei mit ihren Händen. Und dann wird es noch gruseliger: Klum dreht ihren Kopf zur Kamera und ein Filter verwandelt ihr Gesicht in das Antlitz eines blutdürstigen Vampirs. Schön. Und gut. Aber dieser Auftritt ist nur ein schwacher Ersatz für die wunderbaren, sehr aufwendigen Kostümparaden der Vorjahre.

Theo Fitsos, 58, hat aus der Corona-Not eine Tugend gemacht: Im vergangenen März brachen dem Mann, seit 34 Jahren eine Institution im DJ-Geschäft, sämtliche Aufträge weg. Auf einen Schlag war er arbeitslos – und das als Selbstständiger. Zum Fernsehschauen verdammt sah Fitsos eine Beisetzung und hatte plötzlich eine Idee: „Warum ist es da so totenstill? Man müsste mehr Gefühl in die Sache bringen. Da fehlt einfach die Musik.“ Warum also nicht Platten auflegen bei der Beerdigung? Fitsos wandte sich an einen befreundeten Bestatter: „Der war hellauf begeistert. So was gibt es noch nicht.“ Bislang spielte die Musik bei Beerdigungen in der Kapelle, aber nicht am Grab.

Alles in Schwarz: DJ Theo Fitsos bei seiner Trauer-Arbeit auf dem Friedhof.
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Freunde sponsorten ihm schließlich ein E-Lastenrad, mit dem transportiert er seine Equipment jetzt zu den Gräbern. Inzwischen hat DJ Theo bei 20 Beisetzungen aufgelegt und Bestatter kommen auf ihn zu, weil sie auch das Angebot machen möchten. Gut sei die Resonanz aber auch bei den Beerdigungen selbst: „Nach jeder Beisetzung kommen Leute aus der Gruppe der Trauernden auf mich zu und bedanken sich.“ Wie früher sei er für die Stimmung verantwortlich, wenn auch für eine ganz andere: „Je jünger die Verstorbenen sind, umso emotionaler ist die Beerdigung.“ Seine neue Dienstleistung nennt er „Theo erfüllt den letzten Wunsch“.