Kann, muss, darf ein Staat seine wichtigsten Kunstwerke verkaufen, um Schulden bei ausländischen Gläubigern zu bezahlen? Die Debatte hat eine lange Tradition: Als Spanien in den 1870er-Jahren vor dem Staatsbankrott stand, schlugen preußische Politiker vor, die Hauptwerke des Prado zur Begleichung der Schulden heranzuziehen – mit Rabatt selbstverständlich. Die Museumsbeamten in Berlin waren enttäuscht, als Otto von Bismarck das Geschäft kategorisch ablehnte. Einen Krieg könnten Nationen verzeihen, Kunstraub dagegen nicht.

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