Hugh Grant, 60, zeigt angesichts seiner Corona-Erkrankung einen bizarren, wohl als britisch zu bezeichnenden Humor. Wie der Schauspieler jetzt in der „Late Show with Stephen Colbert“ sagte, hatten er und seine Ehefrau Anna Eberstein sich im Februar mit dem Virus infiziert. Es habe mit einem „sehr seltsamen Syndrom“ begonnen, sagte Grant per Videoschalte aus London und berichtete von „schrecklichen Schweißausbrüchen“, die „wirklich peinlich“ gewesen seien, von seinen Augäpfel, die sich „drei Nummern zu groß“ angefühlt hätten … Um dann endlich den als Witz gemeinten Vergleich herauszulassen: „Es war so, als säße ein enorm fetter Mann, wie Harvey Weinstein, auf meiner Brust.“

Den inzwischen wegen Sexualverbrechen verurteilten Hollywood-Mogul mit dem Coronavirus in Zusammenhang zu bringen: Damit zeigt Grant in jedem Fall ein Talent als Stand-up-Comedian der etwas robusteren Gangart. Aber weiter in seinem Humor-Programm: Als Grant seinen Geruchssinn verlor, sei er „panisch“ geworden – er habe an Blumen und an Mülleimern gerochen und sich das Parfüm seiner Frau ins Gesicht gesprüht, aber nichts riechen können. Mülleimer und Ehefrau: Haha! Grant befindet sich zurzeit im Lockdown mit seiner Frau und dreien seiner fünf Kinder. So vertreibt er sich die Zeit: „Ich habe neulich begriffen, dass ich mit den Barbies gespielt habe, obwohl meine Mädchen bereits im Bett lagen.“

Grant ist derzeit in der Miniserie „The Undoing“ an der Seite von Nicole Kidman zu sehen – einem Psychothriller nach dem Roman „You Should Have Known“ („Du hättest es wissen können“) von Jean Hanff Korelitz.

Britney Spears, 38, steckt in großen Schwierigkeiten. Die amerikanische Popsängerin will Medienberichten zufolge nicht wieder auftreten, solange ihr Vater James ihr Vormund ist. „Meine Mandantin hat mich darüber informiert, dass sie Angst vor ihrem Vater hat“, lässt die Los Angeles Times den Anwalt von Spears, Samuel D. Ingham, zu Wort kommen. Deswegen werde Spears, so Ingham weiter, nicht auftreten, solange ihr Vater die Kontrolle über ihre Karriere und ihr Vermögen habe. Eben darum geht es nun vor einem Gericht in Los Angeles: Die Künstlerin möchte ihre Geschäfte wieder selbst übernehmen und droht nun mit Ende des Geschäfts – mit Arbeitsverweigerung. Wie konnte es dazu kommen?

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Bangt um ihr Geschäft und verklagt den Vater: Sängerin Britney Spears.

Der Hintergrund ist folgender: Nachdem Spears wegen beruflicher und privater Probleme einen psychischen Zusammenbruch erlitten hatte, entschied ein Gericht 2008, ihrem Vater die Vormundschaft zu übertragen. Seither verwaltet er das Vermögen seiner berühmten Tochter. Und das wiederum bedeutet nach Spears Auffassung: schlechte Geschäfte. Ihrem Vater wirft sie vor, das Geld aus dem Fenster geworfen zu haben, etwa als er einen Manager engagierte und ihm einen fünfprozentigen Anteil an allen Bruttoeinnahmen zusicherte. Spears: „Ein völlig exzessiver Betrag!“ Sie würde gern ihre langjährige Managerin Jodi Montgomery anstelle ihres Vaters als Vormund bestimmen.

Jamies Spears gibt aber nicht klein bei: Seine Anwältin Vivian Lee Thoreen legte dem Gericht Bilanzen vor, wonach seine Tochter heute über 60 Millionen Dollar reich sei. Vor zwölf Jahren habe sie nur Schulden gehabt.