Berlin - Zu Beginn der 1980er-Jahre war die Berliner S-Bahn zum Gegenstand der urbanen Folklore geworden – zumindest in West-Berlin. Popstars platzierten sich auf die Holzbänke der Fahrgastwaggons, in dezentem Schwarz-Weiß gehalten, ergaben die vollführten Posen Vorlagen für Plattencover und andere Werbematerialien. Der Inselstatus der Stadt verhieß eine geheimnisvolle Patina und lenkte den Blick auf den Alltag von Menschen, die seit jeher von hier nach da streben. Dass der Verkehrsbetrieb auf Schienen seitens der DDR von einem Unternehmen namens Reichsbahn unterhalten wurde, steigerte das Gefühl eines gelebten Anachronismus, in dem die politischen Organisationsformen den Entwicklungen der Zeitläufte kaum schrittzuhalten vermochten.

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