BerlinInzwischen bietet fast jedes Pflegeheim in seinem Garten neben einem Kräuterbeet und einem Barfußparcours eine Bushaltestelle an als einen Ankerpunkt für das nachlassende Bewusstsein von Demenzkranken. Da sitzen sie dann und vergessen die Welt, fallen sich selbst ab und zu wieder ein, überlegen: Woher sie kommen? Wer sie sind? Und was sie da wohl tun? Ob sie nur sitzen? Oder womöglich warten? Und wenn ja, worauf? Doch wohl nicht auf den Tod? Nein, auf den Bus. Das ist ja hier schließlich eine Bushaltestelle. Wo der nur wieder bleibt?

Vermutlich regen diese Installationen sehr viel nachdrücklicher die Besucher zum Sinnieren an, während die Bewohner die Möblierung im Einerlei des Alltags gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Das geht ja auch Leuten so, die prall mit Saft und Geisteskraft im Leben stehen.

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