Oliver Masucci: „Und dann muss ich Kuchen essen …“
Foto: dpa/Britta Pedersen

Oliver Masucci, 51, gibt alles für seine Rollen. Im Playboy gewährt der Schauspieler einen Einblick in seine Arbeit und hat einige exotische, allemal hochkalorische Ernährungstipps parat. Für seine Verkörperung des legendären Regisseurs Rainer Werner Fassbinder wollte er sich der Glaubwürdigkeit wegen einen dicken Bauch anessen: „Morgens habe ich zwei, drei Weizenbier getrunken, damit der Bauch so langsam aufblähte und noch dicker wurde.“ Ansonsten unterließ Masucci all jene Dinge nicht, vor denen uns Ernährungsberater beflissen warnen. So habe er überhaupt wieder angefangen zu frühstücken. Wenn er das tue, bekomme er zwei Stunden später wieder Hunger und esse Mittag. „Und dann muss ich Kuchen essen …“ Abends sei er gut essen gegangen und habe Rotwein getrunken. Essen und Trinken rund um die Uhr!

Der hochkalorische Exzess hat natürlich seinen Preis, weiß Masucci. „Am Ende habe ich an dem Fassbinder-Film nichts verdient, weil alles in den Bauch geflossen ist.“ Aber kann das sein, dass eine künstlerisch notwendige Anstrengung zu einem finanziellen Nullsummenspiel, wenn nicht zu einem Verlustgeschäft wird? Masucci hat sein Anliegen vorgebracht: „Ich habe zum Produzenten gesagt, ihr müsstet mir jetzt einfach mal so zehn- bis fünfzehntausend Euro geben, um diesen Bauch zu bezahlen, den ich mir angegessen habe.“ Der habe allerdings nur gelacht. Der Film „Enfant Terrible“ von Oskar Roehler kommt am 1. Oktober ins Kino. Ob sich der Aufwand dann zumindest künstlerisch auszahlt?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.