Berlin- Es ist an diesem zweiten Adventssonntag der fünfte „Tag der offen Tür“ vieler Berliner Galerien, seit der hiesige Kunsthandel – mit dem Status des Einzelhandels – seit Ende Mai wieder öffnen durfte. „Wir bringen etwas Farbe in die trüben Zeiten!“, verkünden nun in der kulturell so gravierend eingeschränkten Vorweihnachtszeit 42 Galeristinnen und Galeristen.

Am dichtesten öffnen sie in Charlottenburg-Wilmersdorf, alle von 12-18 Uhr. Erstmals ist bei dieser Sonntagsöffnung die Galerie von Klaus Gerrit Friese dabei, der in Kooperation mit den Galerien Kicken und Meyer Riegger Werke von Helmut Newton und William N. Copley, sozusagen Stars der modernen Fotokunst, zeigt. In der Kreuzberger Galerie Barbara Weiss sind die poetischen Vogelbilder von Peter Fend zu erleben. Bei Barbara Thumm in der Markgrafenstraße erinnert Martin Dammann sich in seinen großen Aquarellen melancholisch und auch erleichtert an verflossene Freundinnen. Und natürlich haben auch die Kunstorte an der Potsdamer Straße geöffnet, ebenso die in Mitte, im alten Herzzentrum der Kunstszene, um die Auguststraße  herum. Es geht keineswegs nur um potenzielle Weihnachtsgeschenke, also um erhoffte Verkäufe. Bei diesen Sonderöffnungen wird Kunst auch als Lebensmittel offeriert. Als Ersatz dafür, was bis zum Ausbruch der Pandemie ganz selbstverständlich war.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.