Elfriede Jelineks „Wolken.Heim.“: Auf dem Bild Edgar Eckert, Lorena Handschin, Birgit Unterweger, Holger Stockhaus und Regine Zimmermann (von links)
Foto: Arno Declair 

Berlin - Es ist bitter, aber kam man am vergangenen Wochenende aus den Theaterpremieren dieser Stadt, stand man am Ende leicht erschüttert da. Erschüttert nicht durch die theatralische Kraft des Erlebten, sondern erschüttert über die formale Unbedarftheit und gedankenarme Kleinheit. Draußen in der Welt verschieben sich gerade die gesellschaftlichen Gravitationskräfte im Zerren um Solidarität oder Egoismus. Abschottung oder Öffnung- es brodelt. Aber auf hiesigen Bühnen flüchtet man sich in skurriles Kino-Theater einerseits oder überlagerte Vergangenheitserfolge andererseits. Ersteres flimmert mit Anne-Cécile Vandalems dünn gedehnter Krimi-Bebilderung „Die Anderen“ durch die Schaubühne, letzteres geistert mit Martin Laberenz’ gefälliger Vogelgezwitscher-Inzenierung von Elfriede Jelineks „Wolken.Heim“ durch die Kammerspiele.

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