Wider die folkloristische Proletarisierung: Die Kabarettistin Lisa Eckhart beim Treffen mit der Berliner Zeitung in Kreuzberg.
Foto: Max Lautenschläger

BerlinDie österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart ist das, was man „umstritten“ nennt.  Drohende Straßenscharmützel, Sicherheitsbedenken der Veranstalter, Nachbarschaftsprotest – in Hamburg St. Pauli, der traditionellen Bastion der Freiheit und Toleranz, wird Eckhart sogar die Bühne verwehrt: Sie darf nicht teilnehmen am Harbour Front Literaturfestival im September, wo sie ihren Debütroman „Omama“ vorstellen sollte. In Berlin steht Eckhart noch furchtlos vor dem Görlitzer Park, noch ertönt kein Schrei nach Verbannung, noch twittert niemand „rassistische und antisemitische Kackscheiße“. Wie man es von ihrer Kunstfigur auf der Bühne kennt, ist sie ganz in Versace gewandet, knallenge schwarze Lederhosen kontrastieren mit grellweißen Fingernägeln. Ein roter Puppenmund auf heller Haut, das platinblonde Haar exakt gescheitelt, so präsentiert sie sich.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.