Die Aufgabe des Regisseurs sei es, sagt Andrej Tarkowski, das Leben nachzubilden: seine Bewegung, Widersprüche, Tendenzen und Kämpfe. Mit seinen sieben Filmen schuf Tarkowski (1932–1986) Meisterwerke, die bis heute ihre Zuschauer erschüttern. Seine Bildsprache, der Einsatz der Musik und der Erzählrhythmus für die existenziellen Fragen verändern das Sehen. Das gilt in besonderer Weise für seine noch in der Sowjetunion entstandenen Filme „Iwans Kindheit“, „Der Spiegel“ und „Stalker“. 1983 bat er in Italien um Asyl, denn die Unerbittlichkeit seines Blicks war den sozialistischen Kulturpolitikern nie geheuer. Vom Verhängnis des Exils handelt sein Film „Nostalghia“.

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